Wissenschaftsministerin Wanka besuchte die CDU/FU-Wedemark
Auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes und der Frauen Union Wedemark berichtete die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, vor zahlreichen Gästen im Gasthaus Bludau über die Hochschulpolitik in Niedersachsen. Dabei legte sie den Fokus auf die weiblichen Studenten.
Studien zufolge sind Mädchen oftmals den Jungen im Schulalltag weit voraus. Dieses spiegelt sich auch bei den Schulabschlüssen wider. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass mehr als 50% aller Studenten weiblich sind. Die Ministerin führte weiter aus, dass allerdings nur 40% aller Doktorarbeiten von Frauen verfasst würden. Eine Professur erreichen sogar nur 14%. Niedersachsen bietet gerade für Studentinnen die Möglichkeit, an Schnupper-Studiengängen oder Mentoring-Programmen teilzunehmen. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist es zwingend erforderlich dafür zu sorgen, dass die weiblichen Studenten nicht hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Die Ministerin ist davon überzeugt, dass eine professionelle Studienberatung am Beginn eines Studiums stehen muss. Besonders besorgt zeigte sich die Ministerin über die hohe Anzahl kinderloser Akademikerinnen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei gerade für Hochqualifizierte eine enorme Herausforderung. Krippe ist nicht gleich Krippe. Hier muss noch viel getan werden, um generell den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Flexiblere Betreuungszeiten sind ein weiterer Schritt. Hier hob die Ministerin die hervorragende Arbeit der Tagesmütter hervor. Die Kleinsten brauchen eben nicht einen Platz an dem sie „untergebracht“ werden, sondern eine Betreuungsmöglichkeit, die sich der jeweiligen Familiensituation anpassen kann und dabei die individuellen Bedürfnisse des Kindes aufgreift. „Wir müssen den Frauen durch gute Beispiele Mut machen, damit sie sich für Kinder entscheiden. Dabei spielt aber auch der Vater eine große Rolle. Die Erziehung und Betreuung der Kinder sollte für beide Elternteile in die berufliche Entwicklung integriert werden“, so die Ministerin. Die Ministerin sprach auch die Weiterentwicklung von Teilzeitmodellen an. Hier gibt es viele Chancen, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Im Anschluss an den Vortrag der Ministerin stellt die Vorsitzende der Frauen Union, Rita Söder, die weiblichen Kandidaten der CDU für die Kommunalwahl am 11.September 2011 vor. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Jessica Borgas kandidiert für die Regionsversammlung. Zwei Damen kandidieren für das Amt der Ortsbürgermeisterin, Susanne Brakelmann für Bissendorf und Christiane Lüßmann für Elze und Meitze. Von den 40 Gemeinderatskandidaten stehen 15 Frauen auf der Liste. Für die Ortsräte haben sich 20 Frauen aufstellen lassen. „Wir haben mit unseren Kandidatinnen ein breites personelles Angebot für die Kommunalwahl aufgestellt. Die Altersstruktur ist erfreulich gemischt und auch die unterschiedlichen Berufe spiegeln unsere Gesellschaft wider,“ erklärte Rita Söder. Aus den kurzen Statements der Kandidatinnen war deutlich ein große politisches Engagement und viel „Herzblut“ herauszuhören.
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